Was macht eigentlich...

Alexander Schiebel

Mit "Das Wunder von Mals" hat Alexander Schiebel das Publikum beim NaturVision Filmfestival 2018 begeistert - ein toller Film über ein Dorf in Südtirol, das dafür kämpft, eine pestizidfreie Gemeinde zu werden. Wir haben dem Regisseur einige Fragen gestellt:

Natur, Tiere, Umwelt: Was hat dich bewogen, Dokumentarfilme zu diesen Themen zu machen?

Das ist einfach: die Notwendigkeit, die großen globalen Umweltprobleme sofort und radikal anzugehen, steht mir allezeit vor Augen. Wir leben in einer Zeit in der rasche Erkenntnis und sofortiges Handeln notwendig geworden sind.

Nenne zwei Dinge/Aussagen/Wesen aus deinen Filmen, die du besonders magst.

Ein Mann in einem Zebrakostüm geht über einen Zebrastreifen und hält den Verkehr auf. (aus „Ein Zebra rebelliert“) Vermummte Gestalten malen zu mitternächtlicher Stunde Zahlen auf Pflastersteine. (aus „Das Wunder von Mals“).

Gab es beim Drehen eines Films schon gefährliche oder lustige Situationen?

In beiden Filmen, die ich oben erwähnt habe geht es um Humor als Mittel, um ökologische Ziele zu erreichen. Lustig geht es bei daher Filmen fast immer zu. Gefährlich - nur hin und wieder. Wenn z.B. wütende Obstbauern uns physische Gewalt androhen, weil sie die Notwendigkeit zur Agrarwende nicht erkennen wollen.

Wie ist es für dich, deinen Film auf großer Leinwand vor großem Publikum zu sehen?

Ich liebe es dabei die Emotionen des Publikums zu spüren, ihre Gedanken zu lesen, zu sehen wie der Film funktioniert. Am meisten liebe ich es, wenn gelacht wird.

Woran arbeitest du gerade?

An einem Buch mit dem Titel „Leben ohne nix“ über Mut und Vertrauen und den Sprung ins Ungewisse. Und an einem Film über weltweite Erfolge in der Armutsbekämpfung mit dem Arbeitstitel „What Works“.

Wer sich den Film "Das Wunder von Mals" noch einmal anschauen möchte, könnte hier fündig werden.

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Im Porträt: Drechsler Konrad Schober

Stolz halten unsere Preisträger sie in den Händen – doch bis es soweit ist, haben unsere Trophäen bereits einen langen Weg hinter sich. Zuständig dafür ist Drechsler Konrad Schober.

Über drei Jahre widmet er der Herstellung unserer Auszeichnungen, die hauptsächlich aus Nuss- und Apfelbaum bestehen. Der Sockel dagegen ist aus Birnen- oder Zwetschgenbaum gemacht. Gerade die unperfekten Äste und Stämme ziehen die Aufmerksamkeit Schobers auf sich, denn die Findelhölzer offenbaren erst im Vorgang des Drechselns ihre Formen. Dabei enthüllen sich oftmals wunderschöne Stellen, die dann die Gestaltung des Produkts beeinflussen. Intuition und Erfahrung sind für den Drechsler wichtigster Bestandteil seines Handwerks. Das Holz lagert rund drei Jahre, eines davon im Trockenraum. Erst nach langer Lagerung hat das Holz einen schönen Spann, es muss deswegen ganz langsam trocknen. 

Mittlerweile ist Konrad Schober seit 34 Jahren selbstständiger Drechsler. Zu seinem Traumberuf kam er über Umwege: Als gelernter Landmaschinentechniker war Schober eigentlich bei der Bundeswehr beschäftigt, als ein Drechsler auf den Hof kam und seine Suche nach einem Lehrling erwähnte – Konrad Schober sagte zu. Während seiner Tätigkeit für einen Drechsler-Betrieb nach seiner Ausbildung übernahm er dort schrittweise das Management und mit dem Ruhestand des Inhabers auch dessen Kunden. Heute sind seine Arbeiten zu 70% Auftragsarbeiten und zu 30% Ausführungen eigener Ideen.

Inspirationen findet er nicht nur auf seinen Reisen, wie beispielsweise nach Indien, sondern auch vor Ort. Man muss mit offenen Augen durch die Welt gehen, so Schober. Für ihn ist seine Art des Arbeitens ein Paradies: Alleine in der Werkstatt an der Drehbank aus dem Fenster schauend, empfindet er seine Arbeit fast schon meditativ.

Hier geht es zur Homepage von Konrad Schober: www.drechslerei-schober.de