Im Porträt: Drechsler Konrad Schober

Stolz halten unsere Preisträger sie in den Händen – doch bis es soweit ist, haben unsere Trophäen bereits einen langen Weg hinter sich. Zuständig dafür ist Drechsler Konrad Schober.

Über drei Jahre widmet er der Herstellung unserer Auszeichnungen, die hauptsächlich aus Nuss- und Apfelbaum bestehen. Der Sockel dagegen ist aus Birnen- oder Zwetschgenbaum gemacht. Gerade die unperfekten Äste und Stämme ziehen die Aufmerksamkeit Schobers auf sich, denn die Findelhölzer offenbaren erst im Vorgang des Drechselns ihre Formen. Dabei enthüllen sich oftmals wunderschöne Stellen, die dann die Gestaltung des Produkts beeinflussen. Intuition und Erfahrung sind für den Drechsler wichtigster Bestandteil seines Handwerks. Das Holz lagert rund drei Jahre, eines davon im Trockenraum. Erst nach langer Lagerung hat das Holz einen schönen Spann, es muss deswegen ganz langsam trocknen. 

Mittlerweile ist Konrad Schober seit 34 Jahren selbstständiger Drechsler. Zu seinem Traumberuf kam er über Umwege: Als gelernter Landmaschinentechniker war Schober eigentlich bei der Bundeswehr beschäftigt, als ein Drechsler auf den Hof kam und seine Suche nach einem Lehrling erwähnte – Konrad Schober sagte zu. Während seiner Tätigkeit für einen Drechsler-Betrieb nach seiner Ausbildung übernahm er dort schrittweise das Management und mit dem Ruhestand des Inhabers auch dessen Kunden. Heute sind seine Arbeiten zu 70% Auftragsarbeiten und zu 30% Ausführungen eigener Ideen.

Inspirationen findet er nicht nur auf seinen Reisen, wie beispielsweise nach Indien, sondern auch vor Ort. Man muss mit offenen Augen durch die Welt gehen, so Schober. Für ihn ist seine Art des Arbeitens ein Paradies: Alleine in der Werkstatt an der Drehbank aus dem Fenster schauend, empfindet er seine Arbeit fast schon meditativ.

Hier geht es zur Homepage von Konrad Schober: www.drechslerei-schober.de