Kongress "Plastikfreie Stadt"

  • Austauschen – Diskutieren – Vernetzen

    am 22.02.2019 von 09.30 – 17.00 Uhr in der Musikhalle Ludwigsburg

    Der Kongress „Plastikfreie Stadt“ will Experten, Vertreter von Kommunen und Unternehmen, Initiativen und anderen engagierten Menschen in Erfahrungsaustausch bringen. Dabei sollen gute Praxisbeispiele, neue Ideen und Vision eine Plattform bekommen, aber es darf auch über die Grenzen und Widersprüchlichkeiten diskutiert werden, die das Thema „Plastikfrei“ birgt.

    NaturVision veranstaltet diesen Kongress in Kooperation mit RENN.süd, der regional organisierten Plattform für nachhaltige Entwicklung, die sich vor allem zum Ziel gesetzt hat, Akteure zu vernetzen und Impulse für gesellschaftliche Transformation zu geben und mit der Stadt Ludwigsburg, die im Jahr 2014 für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Nachhaltige Stadtentwicklung den Deutschen Nachhaltigkeitspreis verliehen bekam. Gefördert wird die Veranstaltung vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

    Prof. Wolfgang Rommel, Geschäftsführer des bifa Umweltinstituts, wird in seinem Vortrag die Auswirkungen der Plastikflut auf unsere Umwelt aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten. Sonia Grimminger, Umweltchemikerin im Umweltbundesamt, stellt den „5-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling“ vor, der vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit veröffentlicht wurde und geht auch auf die Kunststoffstrategie der EU ein. Ein spannendes Praxisbeispiel zur Vermeidung von Verpackungsmüll wird Beate Mönch, Mitglied im Arbeitskreis Klimaschutz Brackenheim, präsentieren: das Projekt KLIMAfair (verpackungsarm) einkaufen, das 2018 den Wettbewerb Klimaaktive Kommune gewonnen hat.

    Durch den Tag führt Moderatorin Dana Hoffmann. Neben einer offenen Podiumsdiskussion werden die Themen der Vorträge in vier moderierten Workshops weiter vertieft. Hier kommen unter anderem Unternehmen zu Wort, die eigene Strategien entwickelt haben, Plastik zu vermeiden und auch Inhaber von Unverpacktläden werden von ihren Erfahrungen und Erfolgen berichten.

  • Das vollständige Programm zum Download finden sie hier.
  • Nachfolgend finden sie weitere Informationen zu unseren Referenten und Mitwirkenden

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel

  • Die (Un-)Endlichkeit des Plastiks – Eine Geschichte von Realitäten, Legenden und der Schwierigkeit, das rechte Maß zu finden

    Plastikmüll findet man mittlerweile überall und er nimmt immer mehr zu. Dabei sind Kunststoffe Materialien, die so in der Natur nicht vorkommen. Zwar hat Plastik in vielen Anwendungen unbestreitbar große technische Vorteile. Doch leider ist sowohl die Produktgestaltung als auch der Umgang mit den zu Abfall gewordenen Plastik-produkten unbefriedigend. So ist nicht Plastik per se schlecht für die Umwelt, sondern unser Umgang damit. Im Vortrag wird diese Situation anhand von Zahlen und Fakten beleuchtet und ein Ansatz für die Konsequenzen dargestellt.

    Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel ist seit 2003 Geschäftsführer der bifa Umweltinstitut GmbH in Augsburg, hat seit 2000 eine Professur für Verfahrenstechnik an der Hochschule Augsburg inne und lehrt zudem auch an der Uni Augsburg.

    Seine Spezialgebiete sind die Ressourceneffizienz und die Strategieberatung im Bereich des technischen Umweltschutzes. Er ist unter anderem Fachgutachter bei der Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Österreichischen Forschungsfördergesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft Industrielle Forschungsförderung. Er ist ständiger Mitarbeiter des Fachausschusses Abfallbehandlung und Wertstoffrückgewinnung der GVC im VDI sowie in diversen Richtlinienausschüssen des VDI.

Sonia Grimminger

  • Kunststoffstrategien in der EU und in Deutschland

    In der EU fallen jährlich 25 Millionen Tonnen Post-Consumer-Kunststoffabfälle an, in Deutschland sind es 5,2 Millionen Tonnen. Diese werden größtenteils stofflich oder energetisch verwertet, jedoch gibt es Verbesserungsbedarf beim Umgang mit Kunststoffabfällen. Die EU hat daher eine Kunststoffstrategie entwickelt. Ein erstes Ergebnis ist ein Legislativvorschlag zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffeinwegprodukte auf die Umwelt. Auf dieser Grundlage hat auch Deutschland einen Plan aufgestellt, um Kunststoffe in der Umwelt anzugehen und die Verwertung von Kunststoffabfällen zu verbessern.

Beate Mönch

  • KLIMAfair - verpackungsarm Einkaufen

    Ziel des Brackenheimer Projektes ist es, Verbraucher*innen die Möglichkeit zu geben, Lebensmittel ohne Verpackung an den Frischtheken lokaler Geschäfte zu kaufen, wie z.B. beim Metzger und Bäcker. Dies geschieht hygienisch einwandfrei durch ein Tablett System. Mit eigenem Mehrwegbehälter, Beutel und Netz kann insgesamt in 21 Geschäften eingekauft werden, darunter Direktvermarkter, kleine Manufakturen und Supermärkte. Durch die Vermeidung von Verpackungsmüll werden Ressourcen und Klima geschont. Größte Herausforderung ist es nun, möglichst viele Menschen vor Ort dafür zu gewinnen, das KLIMAfaire Angebot zu nutzen.

Matthias Klumpp

  • ALB-GOLD Teigwaren GmbH

    Der schwäbische Teigwarenhersteller ALB-GOLD in Trochtelfingen auf der Schwäbischen Alb hat sich seit seiner Gründung innerhalb von 50 Jahren, zu einem Vorzeigeunternehmen in Sachen Nachhaltigkeit entwickelt. Die Firma erzeugt im eigenen Heizwerk Wärme für die Nudeltrocknung, engagieren sich für Biodiversität und lehnt gentechnisch veränderte Rohstoffe ab. 2018 wurde eine Nudelpackung aus Papier entwickelt, die ganz ohne Plastik auskommt.

    Der Diplomkaufmann Matthias Klumpp ist bei ALB-GOLD Teigwaren für die Bereiche Marketing, nachhaltige Entwicklung & Kommunikation verantwortlich. Er konzipierte und organisierte mit seinem Team in den letzten Jahren zahlreiche Informationsveranstaltungen zu den Themen Agro-Gentechnik, Biodiversität und Nachhaltigkeit. Im Fokus stehen bei ihm aktuell Verpackungsalternativen zu Folie, Produktinnovationen ohne den klassischen Nudelrohstoff Hartweizen und Biodiversitätsförderung in der Supply Chain. Hier geht es um ein Projekt zur Förderung der Artenvielfalt im Hartweizen-Vertragsanbau. Für den ehemaligen Profisportler lautet die Erfolgsformel „gemeinsam bewegen“.

Rehab Republic e.V.

  • Stammtisch München Unverpackt

    Gemeinsam wollen wir uns für ein verpackungsfreieres München einsetzen und dafür in Arbeitsgruppen Ideen diskutieren, Ziele festlegen und konkrete Lösungen erarbeiten. Wir wollen uns vernetzen und politische Lösungen für die Verpackungsproblematik suchen und anstoßen sowie mit Unternehmen und Initiativen kooperieren. So machen wir ein unverpacktes München sichtbar, zu dem jede*r willkommen ist.

    https://rehab-republic.de/stammtisch-muenchen-unverpackt/

Tag der Regionen Aalen

  • Über 50 regionale Aussteller laden ein zum Genuss ihrer landwirtschaftlichen Produkte und zum Kennenlernen von Handwerk und spannenden Initiativen. Ein buntes Rahmenprogramm sorgt bei Jung und Alt für beste Unterhaltung.

    https://www.tag-der-regionen-aalen.de/

Refill Bayreuth

  • Das Konzept von Refill ist simpel. Läden mit dem Refill-Aufkleber am Fenster oder der Tür füllen kostenfrei Leitungswasser in mitgebrachte Wasserflaschen. Vorbild für das Projekt ist Refill Bristol wo das Projekt schon seit 2015 erfolgreich läuft. Im März 2017 in Hamburg gestartet ist Refill inzwischen zu einer deutschlandweiten Bewegung geworden! Durch das großartige Engagement von vielen Ehrenamtlichen, die Refill in ihren Städten organisieren, helfen wir aktiv mit dem Plastikwahnsinn ein Ende zu bereiten und auf die Verschmutzung durch Plastikmüll hinzuweisen.

    https://www.facebook.com/pg/refill.bayreuth

Naturweltweit

  • Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Naturpädagogik und Umweltbildung. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie Näheres zu Bildungsangeboten im Raum München und Oberbayern, bei Interesse gerne auch in anderen Regionen.  

    https://www.naturweltweit.com/

Bluepingu e.V. Nürnberg

  • Als Zero Waste Gruppe setzen wir uns für eine saubere Welt ein und fangen bei uns selbst an. Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen Strategien der Müllvermeidung wie zum Beispiel Minimalismus, intelligentem Konsum, Cradle to Cradle, weltweiten Lösungsansätzen und unserem lokalen Abfallwirtschaftssystem.

    http://www.bluepingu.de/projekte/zero-waste-nuernberg