Verleihung des NaturVision Filmpreis Bayern 13. bis 14. November 2018

Einst im Bayerischen Wald gegründet zeigt das NaturVision Filmfestival seit 17 Jahren jährlich die besten aktuellen Filme aus aller Welt zu Natur, Wildlife, Umwelt und Nachhaltigkeit und vergibt mittlerweile 14 teils hochdotierte und renommierte Filmpreise in verschiedenen Kategorien. Das Filmschaffen in und über Bayern wird dabei mit einem besonderen Preis gewürdigt – dem NaturVision Filmpreis Bayern, gestiftet vom Film- und Fernsehfonds Bayern. Die Preisverleihung findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Füssen statt, begleitet von einem NaturVision Best Of des diesjährigen Festivals.












































Zuflucht Ampermoos

NaturVision Best Of in Füssen

Für zwei Tage im November wird das Alpenfilmtheater in Füssen zum Eldorado für alle, die Natur und Tiere lieben. Mit seinem neuen Best Of präsentiert das Filmfestival NaturVision aus Ludwigsburg vom 13. bis 14. November 2018 vierzehn Natur- und Umweltfilme in der schönen Stadt im Allgäu und setzt ein Zeichen – für Achtsamkeit und Nachhaltigkeit. Das Programm in  Füssen umfasst die drei für den NaturVision Filmpreis Bayern nominierten Filme sowie preisgekrönte Produktionen aus dem diesjährigen internationalen Wettbewerb. Gespräche mit Filmemacher*innen, Schulvorstellungen und die Verleihung des  NaturVision Filmpreis Bayern am Mittwochabend ergänzen das Filmprogramm.

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Verleihung des NaturVision Filmpreis Bayern

Der NaturVision Filmpreis Bayern zeichnet herausragende Natur und Umweltfilme aus, die in Bayern produziert, von einem bayerischen Filmemacher gedreht wurden oder die sich einem explizit bayerischen Thema widmen. Füssen, mit seiner Nähe  zur Natur, und das Alpenfilmtheater, das sich mit seiner Reihe „Lechflimmern“ seit vielen Jahren um die Filmkunst verdient  macht, sind ein idealer Ort, um der Verleihung dieses wichtigen Filmpreises einen passenden und ansprechenden Rahmen zu geben.

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Über NaturVision

NaturVision ist mit über 15.000 Besuchern und seinem großen internationalen Filmwettbewerb Europas herausragendes Festival für den Natur-. Tier-, und Umweltfilm. Es wurde vor 18 Jahren von Festivalleiter Ralph Thoms im Nationalpark Bayerischer Wald gegründet und wechselte 2011 mit seiner Hauptveranstaltung in die Film- und Medienstadt Ludwigsburg / Baden-Württemberg. NaturVision setzt bei seinem viertägigen Festivalprogramm mit großem Open Air Kino auf große Natur- und Tierfilme, kritische Dokumentationen zur Zukunft unseres Planeten und Filme über Menschen, die sich für Natur und Umwelt engagieren. In 2018 wurde NaturVision als bundesweit einziges Festival zum zweiten Mal mit dem Titel Projekt Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Zuflucht Ampermoos

Zuflucht Ampermoos

(Regie, Autor: Florian Guthknecht, Deutschland 2017, 44 Min.)

Dort, wo die Amper aus dem Ammersee fließt, liegt das Ampermoos. Es ist kaum mehr als sechs Kilometer lang und nur noch ein paar hundert Meter breit. Nach jahrhundertelangen Eingriffen des Menschen ist es auf die Hälfte seiner ursprünglichen Größe geschrumpft. Doch dank engagierter Naturschützer ist das Ampermoos dennoch eine einzigartige Erfolgsgeschichte für den Naturschutz, die dieser Film sympathisch zu erzählen weiß.

Nominiert für den Filmpreis Bayern

Wenn die Zugspitz´ schwitzt – Klimawandel in den Alpen

Wenn die Zugspitz´ schwitzt – Klimawandel in den Alpen

(Regie: Angelika Vogel, Jürgen Eichinger, Deutschland 2017, 43 Min.)

Nirgendwo sonst in Deutschland zeigt sich der Klimawandel so drastisch wie in den Alpen: Dort steigen die Temperaturen fast doppelt so stark wie im bundesweiten Durchschnitt. So auch auf der Zugspitze: Der Film zeigt mit spektakulären Naturbildern, was sich durch die steigenden Temperaturen bereits verändert hat. Murmeltiere, Viehhirten, Förster – sie alle müssen sich umstellen. Aber die größte Gefahr durch die Erwärmung lauert im Inneren des Berges.

Nominiert für den Filmpreis Bayern

Jäger der Lüfte – Habicht, Bussard, Adler

Jäger der Lüfte – Habicht, Bussard, Adler

(Regie, Autor, Kamera: Jürgen Eichinger; Deutschland 2018, 43 Min.)

Greifvögel faszinieren durch ihre einzigartigen Sinnesleistungen, ihre erstaunlichen Flugkünste und ihre vielfältigen Jagdstrategien. Gerade die Jagd hat Habicht, Bussard und Adler in vielen Kulturen Bewunderung, ja schwärmerische Verehrung eingetragen. Die Dokumentation liefert spektakuläre Einblicke in die oft unbekannte Welt der Greifvögel.

Nominiert für den Filmpreis Bayern

Kamchatka Bears. Life Begins

Kamchatka Bears. Life Begins

(Regie: Irina Zhuravleva; Russland 2018, 52 Min.)

Der Film zeigt, nur von Musik und Naturgeräuschen untermalt, das erste Jahr im Leben eines Kamchatkabären. Die suggestive Bildsprache der Dokumentation lässt den Zuschauer so tief in die Schönheit der Natur und das Erleben des jungen Tieres eintauchen, dass der nicht vorhandene Sprecherkommentar kaum bemerkt wird.

Gewinner NaturVision Newcomerfilmpreis

Das System Milch

Das System Milch

(Regie, Autor: Andreas Pichler; Deutschland 2017, 91 Min.)

Milch ist Big Business. Aus dem einst unschuldig anmutenden Naturprodukt ist längst ein global vermarktetes Industrieprodukt geworden. Profit wird auf Kosten der Umwelt, der Tiere, der Bauern und unserer Gesundheit gemacht. Egal ob in Europa, Asien oder Afrika – Milch steht sinnbildlich für ein auf Wachstum getrimmtes Modell globaler Lebensmittelproduktion und deren Auswirkungen. Dabei ginge es auch anders.

Gewinner Deutscher Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis

Sex, Lies and Butterflies – Wunderwesen Schmetterling

Sex, Lies and Butterflies – Wunderwesen Schmetterling

(Regie: Ann Johnson Prum; Österreich 2017, 50 Min.)

Farbenfroh, filigran, flatterhaft: Schmetterlinge bezaubern die Menschen. Hinter der hübschen äußeren Erscheinung aber verbirgt sich ein dramatisches Dasein. Vom Schmetterling zum Ei, zur Raupe, zur Puppe und zum Schmetterling durchleben sie einen unaufhörlichen Kreislauf der Verwandlungen. Ein flüchtiges und doch beinahe ewiges Dasein – damit sind Schmetterlinge ein Sinnbild für die Natur des Lebens.

Gewinner NaturVision Kamerapreis und NaturVision Publikumspreis

Ridoy – Kinderarbeit für Fußballschuhe

Ridoy – Kinderarbeit für Fußballschuhe

(Regie, Autor: Irja von Bernstorff; Bangladesch 2017, 25 Min.)

Der zwölf jährige Ridoy arbeitet seit seinem zehnten Lebensjahr im Gerberviertel Hazaribagh in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Unter äußerst gesundheitsschädigenden Bedingungen stellt Ridoy hier Leder her, unter anderem für Fußballschuhe. Eines Tages lernt Ridoy einen Mitarbeiter der Hilfsorganisation „Sohay“ kennen, der ihn ermutigt, zur Schule zu gehen. Schafft er es, als einziger in seiner Familie eine Ausbildung zu machen? Kann sein Leben sich ändern?

Gewinner NaturVision Kinderfilmpreis

Philipp und die kleinen Stiere

Philipp und die kleinen Stiere

(Regie, Autor: Bernadette Hauke; Deutschland 2017, 25 Min.)

Philipp lebt auf dem höchstgelegenen Hof in Österreich. Er möchte Bauer werden, wie sein Vater. Nach alter Tradition hilft Philipp auf dem Feld, beim Hüten und Füttern der Kühe – vor allem aber bei der Aufzucht kleiner Stiere, die er sehr liebt. Allerdings werden sie im Alter von sechs Monaten immer verkauft. Er träumt davon, einmal nur einen einzigen Stier behalten zu können, ihn richtig groß zu ziehen und mit ihm auf die Weide zu gehen.

Wilde Karibik – Blumentiere

Wilde Karibik – Blumentiere

(Regie, Autor: Bernhard Rübe; Deutschland 2018, 52 Min.)

Wie kaum ein anderes Gebiet unserer Erde verbinden wir die Karibik mit dem Paradies. Doch hinter diesem gängigen Klischee gibt es eine weitaus interessantere Karibik zu entdecken, artenreich wie kaum eine andere Region, ein Modell der Evolution, mit Leben in ständiger Bewegung. Der Film, der die Unterwasserwelt der Karibik in nie gesehenen Aufnahmen dokumentiert, zeigt die Erkenntnis, dass die Küsten und Riffe Zentralamerikas angeschlagen, aber nicht geschlagen sind.

Alive

Alive

(Regie, Autor, Kamera, Schnitt: Florian Nick; Kanada 2018, 4 Min.)

Dieser Natur-Timelapse-Film entstand aus der Ausbeute von 54.000 Einzelfotos der weiten Natur der kanadischen Provinzen British Columbia und Alberta. Er zeigt wilde Regenwälder, kristallblaue Gletscherseen und mächtige Berglandschaften. Das Ziel dieses Filmprojekts ist es, die Natur von einer ihrer schönsten Seiten zu zeigen, um letztlich mehr Bewusstsein für die Umwelt und unseren gefährdeten Planeten zu schaffen.

Das Wiesenexperiment

Das Wiesenexperiment

(Regie, Autor: Wolfgang Zündel; Deutschland 2017, 6 Min.)

Wiesen sind einzigartige Ökosysteme. Sie liefern Nahrungs- und Futtermittel, reinigen und speichern Wasser, sind Lebensraum für unzählige Tiere und Kohlenstoffspeicher. Wie eine ideale Wiese beschaffen sein muss, erforschen 100 Wissenschaftler im weltweit größten Freilandexperiment in der Nähe von Jena.

System Error

System Error

(Regie, Autor: Florian Opitz; Deutschland 2018, 96 Min.)

Es ist verrückt: Wir sehen die schwindenden Regenwälder und Gletscher, wissen um die Endlichkeit der Natur und sind dennoch wie besessen vom Wirtschaftswachstum. System Error sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt. Der Film beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des kapitalistischen Systems offen.

Magie der Fjorde

Magie der Fjorde

(Regie, Autor, Schnitt, Ton: Jan Haft; Deutschland 2017, 52 Min.)

Der Film taucht ein in die unergründlich scheinenden Tiefen der norwegischen Fjorde und zeigt die Vielfalt des Lebens im und am Wasser. Heringsschwärme, die im Winter in die Fjorde ziehen und von Fressfeinden begleitet werden, leuchtende Seefedern und Nacktschnecken, Taschenkrebse, die sich mit Plattfischen um eine Jakobsmuschel streiten – dies sind nur einige faszinierende Geschichten aus den norwegischen Fjorden, die der Film erzählt.

White Wolves – Ghosts of the Arctic

White Wolves – Ghosts of the Arctic

(Regie, Autor: Oliver Goetzl; Deutschland 2018, 56 Min.)

Im äußersten Norden Kanadas liegt Ellesmere Island. Hier – wo eisige Winde wehen und die Temperaturen bis unter 40 Grad Minus fallen – ist der Arktische Wolf zu Hause, eines der am meisten abgehärteten Raubtiere der Welt. Wenn der Frühling kommt, müssen diese herumstreifenden Jäger aber zu fürsorglichen Eltern ihrer Jungen werden.